Fünf oft gehörte und falsche Gerüchte in der Fotografie

Fünf oft gehörte und falsche Gerüchte in der Fotografie

 

fünf oft gehörte und falsche Gerüchte in der Fotografie

 

Wer damit beginnt, das Fotografieren zu seinem Hobby zu machen, recherchiert vermutlich erst einmal im Internet , auf was alles zu achten ist. Unweigerlich stösst man dabei auf Tipps und Gerüchte, dass jeder im Handumdrehen zum Starfotograf werden kann und dergleichen. Das verwirrt nur unnötig.

 

Gerücht #1: immer nur im RAW-Format fotografieren

Sicher, in RAW aufgenommene Fotos enthalten eine enorme Menge an Bildinformationen. Unkomprimiertes RAW sogar noch mehr. Das ist einerseits nicht zu verachten, auf der anderen Seite aber wiegt der Nachteil deutlich schwerer: die Fotodateien werden einfach zu gross. Im .jpg-Format schiessen moderne Kameras auch tolle Bilder; einige Apparate sind mit einer Dynamic Range Optimization ausgestattet. Aus dem .jpg-Format heraus entstehen Fotos, die man nicht mehr bearbeiten muss, RAW-Fotos hingegen immer. Das nimmt dem ganzen Hobby dann schnell den Spass und kostet Zeit. RAW also nur da, wo es wirklich Sinn ergibt, wenn etwa das Bild sowieso nachbearbeitet werden soll.

 

Gerücht #2: stets UV-Filter verwenden

Ein Tipp, mindestens so überflüssig wie der Hinweis auf das Fotografieren im RAW-Format. Wer seine Kamera im Elektrogrosshandel kauft, kann sich sicher sein, dass nach der Kaufentscheidung für ein bestimmtes Modell der Berater sofort sagt: Nehmen Sie unbedingt einen UV-Filter mit dazu, der schützt das Objektiv. Völlig überflüssig, es genügt vollkommen, die Sonnenblende am Objektiv immer richtig herum aufzusetzen. Das reicht absolut aus, um tolle Fotos schiessen zu können.

 

Gerücht #3: permanent auf ISO-100 fotografieren

Vorweg: Mit ISO-100 lassen sich tolle Bilder aufnehmen, falsch ist das nicht. Auf ISO-400 geht das aber tatsächlich auch. Oder auf ISO-800. Es kommt immer ein wenig auf die Kamera und den eingebauten Sensor an. Welche ISO gewählt wird, hängt bei jedem Bild von den äusseren Umständen ab. ISO-100 ist für Anfänger als Ausgangspunkt sicher nicht zu verachten, doch mit ein wenig Erfahrung und etwas Willen zum Experimentieren entdeckt man rasch, dass ISO-100 kein in Stein gemeisseltes Gesetz ist.

 

Gerücht #4: je teurer die Kamera, desto besser das Bild

Das ist natürlich absoluter Unsinn. Es geht schon damit los, dass nicht die Kamera das Foto macht, sondern der Fotograf. Und der Fotograf kann die Beleuchtung einschätzen, die Komposition des Fotos und weiss, wie er sich das Motiv vorstellt. Eine Spitzenkamera mit hervorragenden Sensoren, idealem Dynamikumfang und natürlich eine herausragenden Objektiv bürgt für eine sehr hohe Bildqualität – aber eben noch nicht für ein tolles Bild. Die Kamera ist nur das Hilfsmittel, um das Optimum aus einem Bild herauszuholen.

 

Gerücht #5: nichts geht über ein Ultrazoom-Objektiv

Ein Ultrazoom-Objektiv mit Brennweiten von 18 bis etwa 300 bedeutet immer auch: Je grösser die Zoom-Range, desto mehr Kompromisse muss man eingehen. Die Bildqualität: schlechter. Die Blende: wird rasch geschlossen. Besser ist es stattdessen, mit zwei Objektiven unterwegs zu sein, ein Weitwinkelobjektiv und ein Teleobjektiv. Diese beiden Objektive versprechen eine hervorragende Bildqualität. Das Wechseln der Objektive ist ja rasch erledigt.

 

Für weitere Tipps zum Fotografieren empfehlen wir den Blog Fotos fürs Leben von ifolor.

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